Strafraumblog


Vom Main an die Spree-Funkel ist neuer Hertha Trainer
3. Oktober 2009, 10:32
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Die Würfel sind gefallen. Nicht Lothar Matthäus oder Dieter Hecking werden die Aufgaben des entlassenen Trainers Lucien Favre übernehmen, sondern Friedhelm Funkel. Der Coach mit Hang zum defensiven Spiel, der einst die Eintracht aus der Abstiegszone rettete, soll auch in Berlin den Feuerwehrmann spielen. Cotrainer Christoph John steht ihm dabei zur Seite. Es kann nur besser werden. Drei Tage nach der Entlassung von Favre konnte die Hertha als einziges der drei deutschen Teams ihr Gruppenspiel in der Euro-League nicht gewinnen.



Gerade eingetroffen-Termine für die Paarungen im DFB-Pokal Achtelfinale
29. September 2009, 21:15
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Europameisterin Celia Okoyino da Mbabi rührte am vergangenen Samstag im Aktuellen Sportstudio die Lostrommel. Das Ergebnis: Acht spannende Paarungen für die nächste Pokalrunde. Heute terminierte der DFB die einzelnen Begegnungen:

SpVgg Greuther Fürth – VfB Stuttgart Di., 27.10.2009, 19:00
Eintracht Trier – 1. FC Köln Di., 27.10.2009, 19:00
VfL Osnabrück – Borussia Dortmund Di., 27.10.2009, 20:30
FC Augsburg – MSV Duisburg Di., 27.10.2009, 20:30
Werder Bremen – 1. FC Kaiserslautern Mi., 28.10.2009, 19:00
TSV München 1860 – Schalke 04 Mi., 28.10.2009, 19:00
1899 Hoffenheim – TuS Koblenz Mi., 28.10.2009, 20:30
Eintracht Frankfurt – Bayern München Mi., 28.10.2009, 20:30

Die ARD überträgt “überraschender weise”  das Duell zwischen Bayern München und Eintracht Frankfurt – zu sehen am 28.10 um 20.30 Uhr.



Und weg bist Du…Hertha trennt sich von Lucien Favre
28. September 2009, 19:51
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Der 7. Spieltag ist vorbei und die Zentrifugalkräfte im Trainerkarusell wirken weiter. Nach Andersen, Hecking und Koller hat es nun Lucien Favre erwischt. Auch hier gingen der Freistellung des Schweizers gebetsmühlenartig wiederholte Treuebekundungen voraus. Nach zuletzt acht sieglosen Pflichtspielen gab das 5:1 Debakel im Kraichgau wohl den Ausschlag für die Entscheidung.

Ob die 4. Trainerentlassung der Saison die Talfahrt der Hertha stoppen kann, bleibt abzuwarten. Wer jetzt aber denkt, Favres Rauswurf sei ein Akt der Verzweiflung gewesen, der sollte den potentiellen Nachfolger begutachten.  Im Gespräch ist wieder mal Lothar Matthäus…



Nur noch zweimal schlafen gehen…
5. August 2009, 23:06
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Die ballfreie Durststrecke neigt sich langsam dem Ende zu. Nachdem die erste Pokalrunde und diverse Qualifikationsspiele für die Euro-League bei Fußball-Junkies schon für notdürftige Linderung sorgten, startet Freitag Abend endlich auch wieder der Kampf um die Meisterschaft. Wohl dem, der sich das spannende Ringen um die Schale vor Ort im Stadion anschauen kann. Die anderen müssen ohne Bratwurstduft und Live Kulisse auskommen und die Bundesliga im Wohnzimmer oder der Lieblings-Sportsbar genießen.

Das Wichtigste zu den neuen Anstoßzeiten und Übertragungsrechten hier:

Anpfiff für breit gestreutes Fußball-Vergnügen

Während das Freitagsspiel wie gewohnt um 20.30 Uhr beginnt, werden Samstags nur noch fünf Partien zur klassischen Uhrzeit um 15.30 Uhr angepfiffen. Neu ist der Termin um 18.30 Uhr, der meist einer besonders attraktiven Paarung vorbehalten ist. Am ersten Spieltag treffen beispielsweise Hoffenheim und Bayern München aufeinander. Mehr als sechsmal darf allerdings keine Mannschaft an diesem Termin spielen. Sonntags finden weiterhin zwei Spiele statt, wovon eines zukünftig bereits um 15.30 Uhr, anstatt 17.30 Uhr startet. Der Gewinner der Neuerungen: Definitiv der Zuschauer – denn jeder hat jetzt die Gelegenheit, mehr Spiele live zu sehen und muss sich nicht die Haare raufen, weil im Konferenzmodus garantiert wieder eine Minute bevor ein Tor fällt in ein anderes Stadion umgeschaltet wird.

Fußball für lau

Auf welchen Sendern können Pay-TV-Verweigerer Zusammenfassungen und Berichte sehen? Die ARD zeigt in der Sportschau ab 18.30 Uhr die ersten bewegten Bilder. Im Aktuellen Sportstudio fasst das ZDF ab 22.00 Uhr das Abendspiel zusammen. Ab 21.45 Uhr zeigen die dritten Programme der ARD Ausschnitte der Sonntagspartien. Wer diesen Termin verpasst, kann auf die Spätberichterstattung von DSF ab 23.00 Uhr zurückgreifen. Ebenso erhalten bleibt übrigens die Live Übertragung der Montagspaarung der zweiten Bundesliga, die DSF wie immer unter dem Titel „Hattrick Live“ ab 20.15 Uhr überträgt.

Man gönnt sich ja sonst nichts

Wer mit wachem Auge durch die Straßen geht, wird bemerken, dass die vertrauten Leuchtreklamen in rot-gelb bei immer mehr Sportsbars ausgetauscht werden. Premiere hat sich zwar die Pay-TV- Rechte für die nächsten Jahre gesichert, ist aber inzwischen Teil des Medienkonzerns von Rupert Murdoch und wurde so zu „Sky“. Ob das neue Format Fußballfans tatsächlich in den Himmel schickt, bleibt abzuwarten. In jedem Fall überträgt Sky alle Spiele der 1. und 2. Liga live und in der Konferenz und ist über Kabel oder Satellitenschüssel zu empfangen. Ebenfalls in Sachen Live-Fußball versucht sich ab dieser Spielzeit die Telekom, die mit dem Format „Liga Total“ ins Geschäft einsteigt und ebenfalls alle Spiele überträgt. Das Signal kommt aus der Telefonbuchse und wird durch einen Receiver in den Fernseher gespeist.

Darf’s noch etwas mehr sein?

Sowohl die Telekom, als auch Sky, haben ihre Leistungen im bewährten Paket-System gestaffelt. So schnürt der Telekommunikationsdienstleister beispielsweise Päckchen mit Championsleague und Euro-League. Sky bietet alle Spiele des DFB-Pokals, der Championsleague und der englischen Premier-League an. Für Bundesliga- und Sportpaket berechnet Sky 44,90 Euro. Dieses Paket war bei Premiere noch für 39,90 Euro zu haben. Abgekoppelt ist das Fußballangebot ohnehin bei keinem der beiden Anbieter zu buchen. Während der Sky-Kunde das Basis-Paket mit 21 Kanälen für 16,90 mit beauftragen muss, ist das Angebot der Telekom an „T-Home-Entertain“ gebunden. Das heißt, der Kunde zahlt mindestens 44,90 Euro für Inernet- und Festnetzflat, sowie ein umfangreiches TV Angebot. Die Bundesliga kostet 14,95 Euro extra. Bei Sky kostet das Bundesligapaket zum Basispaket dann 16,00 Euro und erhöht sich entsprechend durch das jeweilige Sportpaket.

„Preiswert“ ist irgendwie anders. Alternativ bleibt der Gang in die Sportsbar. Für Gaststättenbesitzer ändert sich übrigens nichts. Sie zahlen weiterhin 2300 Euro pro Saison für das Sportpaket von Sky. Liga total darf seine Inhalte nicht der Gastronomie anbieten.

Kuck mal wer da spricht

Sprachlich untermalt werden die Spiele bei Sky unter anderem durch Problem-Bär Marcel Reif, der den Chefkommentator gibt. Bei der Analyse unterstützt ihn ein ganzes Rudel von Experten – darunter auch echte Raritäten aus dem Kuriositäten-Kabinett wie Franz Beckenbauer und Stefan Effenberg. Liga Total leistet sich Hobbykoch Johannes B. Kerner. Experten stehen noch nicht fest. Sollte sich sonst niemand finden, kann er immer noch seine guten Kontakte zu Sarah Wiener oder Johannes Lafer nutzen.

Sowohl bei Sky, als auch bei Liga Total gilt: Wenn der Live-Kommentar wirklich von der Geschmackssache zur Nervensache wird – die „Mute“ Taste der Fernbedienung hilft sofort.



Neues vom Regelmacher
2. August 2009, 14:47
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Der Deutsche liebt es bekanntlich „geregelt“. Aus diesem Grund beglückt der DFB nun Schiedsrichter und Spieler wieder mit einigen neuen Fußballregeln, die auf und neben dem Platz für Ordnung sorgen sollen.

Doping Kontrolle mit Babysitter

Eine Welle von Diskussionen löste in der letzten Saison ein Vorfall nach dem Spiel Gladbach gegen Hoffenheim aus. Die TSG- Spieler Janker und Ibertsberger waren zehn Minuten zu spät zur Dopingkontrolle erschienen. Diese Verfehlung als „Doping-Affaire“ hoch zu stilisieren, mag übertrieben sein – allerdings erschließt sich mir auch nicht wirklich, was an der Anweisung, nach dem Spiel unverzüglich unter Aufsicht in einen Becher zu urinieren, auslegungsbedürftig sein soll. „Umgehend“ heißt „sofort“ – und nicht, nachdem ich ein Wurstbrot gegessen habe, meine Mami angerufen habe, oder wie im vorliegenden Fall an der Mannschaftsbesprechung teilgenommen habe. Damit solche „Missverständnisse“ in Zukunft vermieden werden, führen in der neuen Spielzeit zwei sogenannte Chaperons (engl. für Begleiter) die ausgelosten Spieler am Händchen zur Toilette. Das können beispielsweise zwei Schiedsrichter aus der jeweiligen Region sein. Bleibt nur noch zu sagen: „Gutes Gelingen!“

Getapte Stutzen

Damit sich das bunte Strickwerk besser an die austrainierten Waden anschmiegt, benutzen viele Fußballer Tapes. Diese Klebestreifen durften in der letzten Saison noch farblich von den Stutzen abweichen. In der neuen Spielzeit müssen die Tapes „Ton in Ton“ mit den fixierten Sportstrümpfen sein. Das Gleiche gilt übrigens auch für den von einigen Kickern favorisierten „Knöchelschutz“. Dabei handelt es sich um geschnürte Stoffmanschetten gegen Inversionsverstauchungen, die mit Metallstäbchen verstärkt sind. Auch diese müssen zukünftig die gleiche Farbe wie die Stutzen haben. Erlaubt ist lediglich ein zwei Zentimeter breiter, farblich abweichender Rand. Offenbar führte die Farbmelange am gemeinen Fußballerbein bei Grätschen des öfteren zu Irritationen beim Schiedsrichter. Mit der neuen Regel sollen Eckstoß- und Einwurfentscheidungen erleichtert werden. Ob das wirklich nötig ist, darf angezweifelt werden. Denn wenn sich die Menge des Tapematerials in Grenzen hält und die Spieler nicht aussehen wie bunte Mumien, traue ich dem geschulten Schiedsrichterauge durchaus die entsprechende Wahrnehmungsschärfe zu. Ausschlaggebend könnte der Farbmix allerdings bei angeborener Rot-Grün-Blindheit sein. Den vorwiegend männlichen Betroffenen erscheinen die anvisierten Objekte dann allesamt mausfarben. Fazit: Nachts sind alle „Stutzen“ – pardon – „Katzen“ grau.

Wechselhafte Wechselregel

„Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln!“ Bisher durften sich alle Ersatzspieler einer Mannschaft zusammen aufwärmen. Die DFB Verantwortlichen witterten die Gefahr, dass die Linienrichter durch das hüpfende und dehnende Sportlerknäul allzu sehr von ihren Aufgaben abgelenkt werden könnten. Um unübersichtlicher Rudelbildung vorzubeugen, hatte der DFB bereits eine Regeländerung in die Statuten aufgenommen. Tenor: höchstens drei Ersatzspieler pro Team dürfen sich hinter dem Schiri-Assistenten auf der Seite der Trainerbank warmlaufen. Alternativ dazu ist ein Aufwärmen hinter dem eignen Tor, aber ebenfalls auf der Seite ohne Assistent möglich. Am vergangenen Mittwoch ruderten die Regelgeber dann plötzlich zurück – bis auf weiteres ist die Wechselregel wieder aufgehoben. Mein Vorschlag zur Vereinfachung: Scheuklappen für die Linienrichter – für den Tunnelblick aufs Spielgeschehen!



RUF MICH AN!
28. Juli 2009, 13:24
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Kurz vor dem Anpfiff der neuen Saison startet der Kicker wieder eine Telefon-Aktion der besonderen Art. Fans haben die seltene Gelegenheit, ihrem Lieblingsspieler von Ohr zu Ohr die Fragen zu stellen, die ihnen schon lange auf den Nägeln brennen. Die Aktion läuft seit diesem Montag und endet am Dienstag den 4. August. Bis dahin können Fußballinteressierte unter anderem noch mit Zvjezdan Misimovic, Mladen Petric, Artur Wichniarek, Tim Hogland oder Clemens Fritz plaudern. Alle Kandidaten, die Uhrzeiten und Telefonnummern sind in der aktuellen Montagsausgabe des Kicker abgedruckt. Also: An die Tasten, fertig, los!




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