Strafraumblog


Hertha und ihre feminine Seite
9. August 2009, 12:16
Einsortiert unter: Mixed Zone: Frauen und Fußball

Seit der WM 2006 ist das Interesse von Frauen an Fußball kontinuierlich gestiegen. Das ist ein Grund dafür, warum sich auch die Vereine auf ihre weiblichen Fans einstellen. Lady-Trikots im Fanshop sind schon lange keine Seltenheit mehr. Hertha BSC Berlin betreibt seit zwei Jahren sogar eine eigene Website unter dem Titel, „Die Hertha Freundin“ .

Das Format ist wie ein Monatsmagazin mit verschiedenen Rubriken angelegt, von denen einige stark an die Entsprechungen in Frauen- und Mädchenzeitschriften erinnern. „Die Dame Hertha“, ein Entwurf aus den 60er Jahren, die den Internetauftritt als Logo ziert, verstärkt diesen Eindruck noch. Wie Brigitte Bardot im Schleifchenbadeanzug mit Stollenschuhen sieht das gezeichnete Maskottchen aus. Der Webauftritt soll offensichtlich eher eine jüngere Zielgruppe ansprechen. Unter „Livestyle“ werden Artikel für Mädchen aus dem Fanshop vorgestellt, und bei „Spieler privat“ beantworten die Hertha-Kicker Fragen zu ihrem Leben abseits des Fußballplatzes. Daneben gibt es aber auch eine Rubrik „Fußballwissen“ mit Definitionen zu Fachbegiffen. Ob es sprachlich gelungen ist, diese Rubrik mit „die Regel des Monats“ zu überschreiben, ist Geschmackssache – klingt irgendwie nach gemeinsamen Menstruieren. Interessant ist auch eine Serie, die anhand von Porträts Frauen, die bei Hertha arbeiten, vorstellt. Daneben gibt es die üblichen Gewinnspiele und Fotogalerien.

Insgesamt ist „Die Hertha-Freundin“ sicher eine geeignete Plattform für junge Mädchen,  die in die Materie „Fußball und Hertha-Spieler“ einsteigen wollen.  Für Frauen, die schon über entsprechendes Fachwissen verfügen, ist die Seite weniger geeignet.



Weiblicher Fußball-Boom
4. August 2009, 00:25
Einsortiert unter: Mixed Zone: Frauen und Fußball

Die Wirtschaft mag kriseln – die Fußballstadien in Deutschland sind dennoch so voll wie nie zuvor. Auf dem Vormarsch sind dabei vor allem Frauen und junge Mädchen. In seinem Artikel auf welt.de sinniert Lars Wallrodt über Zuschauerrekorde, Fußball als Marke und die weiblichen Fans als neue Zielgruppe der Vereine.



Hooligänse im Stadion
31. Juli 2009, 22:10
Einsortiert unter: Mixed Zone: Frauen und Fußball

Feldforschung im Fußballstadion? Für die deutsche Ethnologin Almut Sülzle funktioniert Fußball als Nationalsport nicht ohne Männlichkeitskult. Im Rahmen ihrer Forschungsarbeit über Sexismus im Stadion besuchte sie drei Jahre lang regelmäßig Spiele der Offenbacher Kickers. Der Faszination „Fankultur“ konnte und wollte sie sich dabei nicht entziehen.Über die bunte Vielfalt im weiblichen Fanlager, Schreien als Befreiung und die Strategie des „vorweggenommenen Sexismus“ sprach die Wissenschaftlerin in einem Interview mit der Wiener Tageszeitung „der Standard“ im März 2008.




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